Rotweintrinker leben länger, laut neuesten Erkenntnissen der Wissenschaft

Langzeitstudie von Serge Renaud; 22.06.2019

Steak, Frites, Creme Brulée und dazu ein Glas Rotwein - die Franzosen ernähren sich ähnlich wie Deutsche oder Amerikaner sehr fettreich und trinken viel Alkohol. Doch sie leben wesentlich länger. Was machen Franzosen anders? Sie trinken dreimal so viel Wein wie wir.

 

In einer Langzeitstudie von Serge Renaud konnte beobachtet werden, dass Franzosen trotz Ihrer fettreichen Ernährung nur ein Drittel so häufig Herzkrankheiten oder Herzinfarkte erlitten. Was zunächst nur eine Annahme war, konnte in mehrere Wissenschaftlichen Studien auch bewiesen werden. Rotwein mildert die negativen Folgen von fettreichem Essen ab und kann sogar eine lebensverlängernde Wirkung zeigen.

 

Die Forscher führten das zurück auf verschiedene Bestandteile, die im Rotwein enthalten waren:

Resveratrol - Ein Bestandteil der roten Trauben aus denen Rotwein gewonnen wird. Es kann Herzkrankheiten, Autoimmunkrankheiten, Arteriosklerose, Arthritis und Alzheimer positiv beeinflussen.

Oligomere Proanthocyanidine - Ein natürlicher Stoff der in roten Weintrauben und auch abgeschwächt in weißen Weintrauben vorkommt. Dieser Stoff kann Alzheimererkrankungen hinauszögern und besitzt eine entzündungshemmende Wirkung. Zudem verstärken sie die Effekte von Vitamin A, C und E.

Polyphenole - Können laut einigen Studien Herz- und Kreislauferkrankungen verhindern.

Quercetin - Kommt in der Traubenschale vor und besitzt eine antikarzinogene Wirkung. Es wirkt nicht nur entzündungshemmend, sogar stärkt zudem die Kapillargefäße. Zudem hemmt es die Histamin-Freisetzung und vermindert Allergien. Da der Körper das Quercetin nicht selber herstellen kann, ist er auf eine Zufuhr von Außen angewiesen. Besonders Rotweine besitzen viel Quercetin.

Rotwein hat besonders auf das Herz-Kreislaufsystem einen positiven Einfluss.

Wein schützt Dein Herz

In der neusten Studie wurden bei 200.000 Menschen die positive Wirkung von Wein auf das Herz beobachtet. Herz-Kreislaufkrankheiten wurden um bis zu 30% reduziert und die Sterblichkeitsrate war um 19% verringert im Vergleich zu Personen, die keinen Alkohol tranken. Die Kontrollgruppe der Biertrinker wies keine nennenswerte Vorteile auf.

 

Zurückzuführen ist dieses Ergebnis mitunter auf das HDL-Cholesterin, dessen Bildung durch Rotwein begünstigt wird. Entgegen des schädlichen LDL-Cholesterins schützt das gute HDL-Cholesterin das Herz-Kreislaufsystem vor Ablagerungen und hat somit eine gefäßschützende Wirkung. Selbst bei Patienten die einen Herzinfarkt überlebten, konnten höhere Werte bei HDL-Cholesterin verzeichnet werden, wenn Sie ein bis drei Gläser Wein pro Tag tranken. HDL verhindert, dass schlechtes LDL-Cholesterin sich bei fettreicher Ernährung in den Arterien und in den Herzkranzgefäßen absetzten kann und schützt so vor dem Risiko eines Herzinfarktes.

 

Zudem konnte bei regelmäßigen Weintrinkern eine geringere Konzentration des Proteins CRP nachgewiesen werden, was auf Entzündungsprozesse im Körper schließen lässt.

Weintrinker reduzieren das Risiko an Diabetes zu erkranken um bis zu 58%

Eine Dänische Studie untersuchte an 70.000 Menschen wie sich Weingenuss auf Diabetes auswirkt. Das geringste Risiko an Diabetes Typ 2 zu erkranken, hatten die Gruppe der regelmäßigen Weintrinker. Bei Männer kann das Risiko an Diabetes zu erkranken um 43% gesenkt werden und bei Frauen sogar um 58%.

 

Der Zeitpunkt und die Häufigkeit des Weinkonsums spielen eine zentrale Rolle. Die Vorteile waren am größten, wenn an 4 bis 5 Tagen pro Woche Wein getrunken wurde. Negative wirkte sich aus, wenn die gleiche Menge die an 4 bis 5 Tagen an einem Tag getrunken wurde.

Wein beugt Depressionen vor

In einer spanischen Studie mit mehr als 5.000 Personen konnte beobachtet werden, dass regelmäßiger Weinkonsum das Risiko an Depression zu erkranken senkt. Zwei bis sieben Gläser Wein die Woche, können das Risiko einer Depression um 67% senken.

 

Wie viel Wein ist lebensverlängernd?

Die positiven Effekte des Weinkonsums konnten beobachtet werden, wenn der Wein in Maßen getrunken wurde. Ein Weinglas am Tag für Frauen und bis zu zwei Weingläser am Tag für Männer haben laut den Studien einen positiven Effekt. Dies entspricht circa 20 Gramm Alkohol innerhalb von 24 Stunden für Männer und 10 Gramm Alkohol innerhalb von 24 Stunden für Frauen.

Rotwein oder Weißwein? Oder beides?

Wie zahlreiche Studien belegen ist der Konsum von Wein wesentlich besser als von Bier oder hartem Alkohol. Doch welchen Wein sollte ich trinken?

 

Sowohl Weißwein als auch Rotwein haben einen positiven Effekt auf die Gesundheit. Jedoch wird bei Rotwein die Schale der Trauben mit verarbeitet, die Stoffe wie Reservatrol besitzt. Möchte man also die vollen gesundheitlichen Vorteile des Weines erleben, sollten man ein Glas Rotwein am Tag genießen

Fazit

Wein trinken kann das Leben verlängern. Regelmäßig ein gutes Glas Rotwein zu genießen, wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus und macht das Leben nicht nur schöner, sondern wahrscheinlich auch länger. Machen wir es also wie die Franzosen und entdecken die Freude an einem langen, gesunden Leben mit Hilfe des wunderbaren Rotweins!

 

Quellen:
Studie „Wine, alcohol, platelets, and the French paradox for coronary heart disease"
Ärzte Zeitung „Kardiologen: Mäßig viel Wein schützt das Herz - Bier bringt dagegen nichts" 
Vitalstoff Journal „Quercetin: Studien und wichtige Informationen"
Time „Drinking Wine Is Linked to a Lower Risk of Diabetes"
Medical News Today „A glass of wine a day may keep depression away"

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